Streuobstwiese
Der OGV pflegt seit den 1980er Jahren das Streuobstwiesengebiet Am Schirnberg. Es ist der größte zusammenhängende Streuobstbestand in der Stadt Nidda. Die Wetterau ist die zweitgrößte Streuobstregion in Hessen. Sie steht für ein buntes Nebeneinander von Äpfeln, Birnen, Kirschen und Zwetschen mit so lokalpatriotischen Apfelsorten wie Himbacher Grüne; Dorheimer Streifling oder Friedberger Bohnapfel.
Solche vom Menschen geschaffenen Obstwiesen wie der Schirnberg zählen zu den artenreichsten Lebensräumen. Sie sind einzigartige Biotope. Auf mehr als 2.000 verschiedene Tierarten bringt es ein durchschnittlicher Obstwiesenbestand (andere Quellen sprechen von bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten). Oft werden die Höhlen alter Obstbäume von Steinkauz, Fledermaus, Gartenrotschwanz – und auch Grünspecht und Wendehals oder Siebenschläfer bewohnt. Streuobstwiesen zählen damit zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und sind damit ein Hotspot der Artenvielfalt – auch der Schirnberg.
Die schützenswerte Streuobstwiesen steht seit März 2021 im Bundesverzeichnis in die Liste des immateriellen Kulturerbes.
Beim Schirnberg handelt es sich um ein FFH-Gebiet: „Basaltmagerrasen am Rand der Wetterauer Trockeninsel“, geologisch geprägt durch Basaltische Vulkanite, vorwiegend Alkalibasalt und Tholeiitischer Basalt, Pyroklastische Gesteine (Tuff). Bodenbeschaffenheit, klimatische Veränderungen und die damit vermehrt auftretende Dürre machen den alten Streuobstbeständen heute zu schaffen.
Solche vom Menschen geschaffenen Obstwiesen wie der Schirnberg zählen zu den artenreichsten Lebensräumen. Sie sind einzigartige Biotope. Auf mehr als 2.000 verschiedene Tierarten bringt es ein durchschnittlicher Obstwiesenbestand (andere Quellen sprechen von bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten). Oft werden die Höhlen alter Obstbäume von Steinkauz, Fledermaus, Gartenrotschwanz – und auch Grünspecht und Wendehals oder Siebenschläfer bewohnt. Streuobstwiesen zählen damit zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und sind damit ein Hotspot der Artenvielfalt – auch der Schirnberg.
Die schützenswerte Streuobstwiesen steht seit März 2021 im Bundesverzeichnis in die Liste des immateriellen Kulturerbes.
Beim Schirnberg handelt es sich um ein FFH-Gebiet: „Basaltmagerrasen am Rand der Wetterauer Trockeninsel“, geologisch geprägt durch Basaltische Vulkanite, vorwiegend Alkalibasalt und Tholeiitischer Basalt, Pyroklastische Gesteine (Tuff). Bodenbeschaffenheit, klimatische Veränderungen und die damit vermehrt auftretende Dürre machen den alten Streuobstbeständen heute zu schaffen.

Pflege
Der Verein hat seit dem Jahr 2023 ein überarbeitets Pflegekonzept [Verlinkung], das eng an das Streuobstwiesenkonzept der Stadt [Verlinkung] angelehnt ist.
Kleine Geschichte des Schirnberg
Die Erstbepflanzung der Streuobstanlage geht auf das Jahr 1925 zurück. Die Anlage ist heute ca. 4,6 Hektar groß mit ca. 300 Bäumen, die bis zu 80 Jahren alt sind. Im Jahr 1925 hatte der damalige Bürgermeister Schäfer die Idee, ein am Rands des Dorfes gelegenes Wiesen- und Weidestück mit Obstbäumen zu bepflanzen. Die Gemeindevertreter aber lehnen die Bereitstellung von Geld dafür jedoch ab: Zu mager die Wiesen, zu steinig der Untergrund. In der Hoffnung, den Plan des Bürgermeisters ad absurdum zu führen, schlugen sie ihm deshalb vor, die Anpflanzung doch privat vorzunehmen.
Der Bürgermeister zögerte nur kurz und willigte dann ein. Er ließ dann an den infrage kommenden Pflanzstellen Lockerungssprengungen vornehmen und pflanzte die Bäume. Die Bäume entwickelten sich gut; nach einigen Jahren erstatteten die Gemeindevertreter dem Bürgermeister seine Kosten. 1933 musste Bürgermeister Schäfer sein Amt aus politischen Gründen abgeben. Nach dem 2.WK wurde die Obstanlage zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor für die Gemeinde Ober-Widdersheim. Die sogenannte „Kirschenallee“ war lange Ort der Selbstversorgung der Bürger des Dorfes. Seit der Gebietsreform 1970 ist die Anlage Eigentum der Stadt Nidda. In einem Gestattungsvertrag mit der Stadt hat der OGV ausgehandelt, dass die Obsternte dem OGV gehören und von ihm verwertet werden darf; Pflege und Unterhaltung sind aber Sache des Vereins.
Der Bürgermeister zögerte nur kurz und willigte dann ein. Er ließ dann an den infrage kommenden Pflanzstellen Lockerungssprengungen vornehmen und pflanzte die Bäume. Die Bäume entwickelten sich gut; nach einigen Jahren erstatteten die Gemeindevertreter dem Bürgermeister seine Kosten. 1933 musste Bürgermeister Schäfer sein Amt aus politischen Gründen abgeben. Nach dem 2.WK wurde die Obstanlage zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor für die Gemeinde Ober-Widdersheim. Die sogenannte „Kirschenallee“ war lange Ort der Selbstversorgung der Bürger des Dorfes. Seit der Gebietsreform 1970 ist die Anlage Eigentum der Stadt Nidda. In einem Gestattungsvertrag mit der Stadt hat der OGV ausgehandelt, dass die Obsternte dem OGV gehören und von ihm verwertet werden darf; Pflege und Unterhaltung sind aber Sache des Vereins.
Rundwanderweg
Unseren Schirnberg können Sie auf einem ganzjährig freigehaltenen Rundweg bequem in einer Stunde umlaufen. Der Einstieg erfolgt am besten über den Parkplatz am Sportplatz. Er ist ausgeschildert und führt sie vorbei an naturpädagogischen Hinweisschildern, die auch für Kinder geeignet sind.
Der Rundweg „Rund um den Schirnberg“ ist Teil der Route 1 der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute
Route Nr. 1
